Ziegenhain

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Die kleine Ziegenhainer Kirche wurde 1703/04 anstelle eines älteren Kirchleins erbaut, wobei Teile der Vorgängerin in den Neubau mit einbezogen wurden. Im Inneren ist die barocke, zweiemporige Kirche einfach gehalten.

Ein großer hölzerner Kanzelaltar, gemalt in Weiß und Gold, bestimmt den Chorraum. Über dem gemauerten Altartisch befindet sich als Predella eine Darstellung des Heiligen Abendmahls. Über dem Schalldeckel der Kanzel steht auf der Weltkugel ein Salvator Mundi.

Die klangschöne Orgel schuf 1858/59 Leopold Kohl aus Leipzig.

Die alte Sakristei deckt ein Korbbogen-Kreuzgewölbe. In der Tür erhielten sich ein barockes Schloß und Beschläge, im Raum ein kleines gotisches Fenster und eine Abstellnische aus dieser Zeit. Die darüberliegende Betstube ist durch eine außen liegende Freitreppe zu erreichen. Der kleine, freundliche Raum mit 20 Plätzen wird als Winterkirche genutzt. Der Maler Oskar Zwintscher stiftete 1906 der Kirche zu Ziegenhain zum Gedächtnis seines hier im Pfarrhaus geborenen Vaters das Gemälde "Pieta".

In den 70/80er Jahren wurde die Kirche außen und innen renoviert. 1995 konnte der Dachreiter mit seiner glockenförmigen Haube und Laterne erneuert werden. Die farbenfrohe Turmuhr ist eine besondere Augenweide.

Gottesdienste: sonntags 09.30 Uhr in einer der drei Schwesterkirchen Leuben, Planitz oder Ziegenhain