Zadel

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Der Ort wird als Burgward (Festung) in einer Schenkungsurkunde aus den Jahren 1074/ 1079 erstmalig erwähnt und 1195 eine dem Apostel Andreas geweihte Kirche, die noch bis 1241 als Filiale von Meißen-Zscheila aus betreut wird. Im Vollzug der kirchlichen Strukturreform bilden beide Gemeinden 1999 wieder ein Schwesterkirchverhältnis.

1841 wird die zu kleine und baufällig gewordene Kirche abgerissen. Das Altarbild aus dem 17. Jahrhundert und ein Epitaph sind einzige Zeugnisse aus der früheren Baugeschichte. 1842 kann die neue Saalkirche im gotisierenden Stil geweiht werden.

1892 erfolgt die dekorative Ausmalung der Kirche durch den Malermeister Kirstein aus Meißen. 1981 kann eine grundlegende Außensanierung erfolgen, zwischen 1995 und 1998 wird die Innenausmalung restauriert. Die Kirche ist malerisch oberhalb der Sächsischen Weinstraße gelegen. Eine Ausstellung auf der 2. Empore gibt einen Überblick zur Dorf- und Kirchengeschichte.

Ob es sich bei der "furchterregenden" Sandsteinfigur im 3. Stockwerk des Turmes um einen vorchristlichen Götzen oder den Rest eines Wasserspeiers handelt, ist den Experten Anlaß zum Disput. Bilden Sie sich doch selbst ein Urteil!

Andachten: Möglichkeit zum Bibellesen, Fürbitte durch Beschreiben von Karten am Holzkreuz oder Entzünden von Kerzen
Besichtigungen: Die Kirche ist in der Regel tagsüber geöffnet.
Gottesdienste: In der Regel sonntags 9.30 Uhr, am letzten Sonntag im Monat 14.00 oder 17.00 Uhr