Würschnitz

wuerschnitzDas Rittergutsdorf Würschnitz (mit Kleinnaundorf) wurde 1350 als "Werzcenicz" erwähnt. Seinen jetzigen Namen trägt Würschnitz urkundlich seit 1683.

Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut, der Altar mit Schnitzfiguren etwa um 1660/70, der reich ornamentierte Taufstein um 1600.

In der Chronik heißt es 1530 " Altar beate virginis zcu Radeburgk und das Eynkomen des altaris und pfarkirchen zcu der W (Würschnitz). " werden zusammen aufgeführt. 1540 Lehnsherr von Bünau. "Es haff bishero kein Pfarher seine wonunge alhier gehapt, es ist aber verordnet, das das hauß zu Radeburgk zum Altar Beate Virginis gehorig sampt den garten soll mit seiner freiheitt des Breuenß verkaufft werden, und umb dasselbige gelt, so feme es reicht, soll die behausunge zu W. erbaueth werden, das andere sollen die pfarvorwanthen darstrecken. " Das Pfarrgut war ein Hufen groß. 1555: Thomas Gering, Pfa"er, "thut wochentlich auf Dinstag auch eine predigt zu Radeburgk", Besitzer des obgen. Altars.

Seit dem Jahre 1573 war Würschnitz dem Radeburger Diaconus als Pfarrer zur Verwaltung anvertraut. In kirchlicher Beziehung waren Radeburg drei Filiale einverleibt: Berbisdorf , Bärwalda und Würschnitz mit Kleinnaundorf. Die Pfarrer, die in Würschnitz fungiert haben, können seit dem Jahre 1642 nachgewiesen werden.

In älteren Zeiten hat es eine ganz besondere Einrichtung in Würschnitz gegeben, die doch sehr merkwürdig ist: die Kirche hat 2 Braupfannen kaufen und halten müssen, wofür der Kirche von jedem gebrauten Bier 3 Groschen, späterhin 4 Groschen abgegeben wurden. Der Aufwand den die Kirche dadurch hatte, war so groß, dass für 2 neue Pfannen 7 silberne Kelche, vorhandene Monstranzen und andere Kirchengeräte haben verkauft werden müssen, laut Extrakt der Kirchen-Matrikel 1575.
Heute findet in der Kirche alle 2 Wochen Gottesdienst statt. Im Gemeindesaal trifft sich montags der Chor. Die Junge Gemeinde trifft sich im Gemeindesaal Dobra.


Disposition Raspe-Orgel Würschnitz