Weistropp

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Ganz markant steht der Turm der Weistropper Kirche links der Elbe und ist weithin sichtbar. Auch von ihm aus kann man weit ins Land schauen. Wie ein Zeigefinger ragt der 49 m hohe Kirchturm in den Himmel. Ist es ein "denk-mal"? Ja, aber ein lebendiges!

Oberhalb des reizvollen Tännichtgrundes, den man gut von der Elbe aus erwandern kann, liegt Weistropp auf einem Plateau mit vorgeschobener Position. Zur Kirchgemeinde gehören noch vier weitere Orte, die wie im Kreis um Weistropp angeordnet sind. Zwei davon liegen im Elbtal und zwei auf der Höhe.

1288 wird erstmals urkundlich ein Pfarrer erwähnt. Seit damals kann man eine kleine Kapelle oder Kirche voraussetzen. Nach mehreren Umbauten wurde 1725 auch der Innenraum unter Leitung von George Bähr umgestaltet. Taufstein und Kanzel stammen aus den Jahren 1602 bzw. 1607. An der Kanzel sind die Stifter, das Ehepaar Güntherrot, dargestellt. Ein Übergang zwischen Kirche und benachbartem Schloß machte es möglich, die herrschaftliche Betstube (die Patronatsloge) zu erreichen.

Die jüngsten Bestandteile der Kirche sind die Glocken, denn so lehrt uns die Geschichte: In Kriegszeiten werden aus Glocken Kanonen und in Friedenszeiten aus Kanonen Glocken gegossen. Im Jahr 1999 wurden die jetzigen Glocken 50 Jahre alt. 100 Zentner Hufeisen mußten die 5 Orte dafür geben. Denn 1949 war alles knapp.

Das Pfarrhaus wurde 1666 völlig neu gebaut, der Nordflügel des bis 1900 dort befindlichen Vierseithofes wurde zur Wohnung umgebaut. Den Zeitpunkt belegt die Jahreszahl im Korbbogen: MDCCLXXXII.

Gottesdienste: sonntags 8.30 Uhr oder 10.00 Uhr