Weinböhla

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Wer von Meißen kommend die schnurgerade Straße nach Osten nimmt, erblickt halb rechts zwischen Weinbergen ein Häusergewirr, das sich auf die Höhe bis an den Friedewald erstreckt : Weinböhla; und ganz am Fuß den hohen schlanken Turm der St. Martinskirche.

Seit vielen Jahrhunderten steht an dieser Stelle eine dem Heiligen Martin von Tours geweihte Kirche. Jene alte Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte baufällig; und sie wurde zu klein, als - besonders durch den Bau der Eisenbahnlinien nach Berlin und Leipzig - die Zahl der Einwohner wuchs. Man entschied sich für den Neubau einer Kirche an gleicher Stelle; am Sonntag Lätare 1895 wurde die jetzige Kirche geweiht. Mit dem Neubau am selben Standort sollte zum Ausdruck gebracht und bezeugt werden:

JESUS CHRISTUS gestern und heute,
und derselbe auch in Ewigkeit.

Der Baustil entspricht dem Geschmack der damaligen Zeit: etwas Gotik, etwas Jugendstil - verbunden mit den Ideen des Architekten Theodor Quentin, eines damals bedeutenden Kirchenbaumeisters.

Umfangreiche Restaurierungs- und Wiederherstellungsarbeiten ab 1981 sicherten das Gotteshaus und ließen die ursprüngliche, reiche farbliche Gestaltung wieder voll zur Geltung kommen. Bemerkenswert ist u.a., wie durch mancherlei Darstellungen von Weinmotiven der Bezug zum Ort betont wird.

Seit 1995 besitzt die Kirche eine neue Orgel, die in Gottesdiensten und Kirchenkonzerten vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet.

Gottesdienste: sonntags 10.00 Uhr