Walda

waldaIdyllisch zwischen alten Bäumen eines Kirchhofs gelegen, zählt die kleine Waldaer Dorfkirche zu den älteren Kirchenbauten der Region, wohl schon seit 1494 bestehend.

Über dem rechteckigen Schiff, von einem relativ langen, rechteckigen, eingezogenen Chorraum durch einen beherrschenden Triumphbogen getrennt, wurde 1633 ein mächtiger Dachreiter mit Geläut errichtet, dessen Last das wuchtige alte Gebälk in den 70er Jahren des 20. Jh. nicht mehr allein tragen konnte und durch eine Stahlkonstruktion ergänzt werden musste.

Nördlich des Altarplatzes befindet sich das ehemalige "herrschaftliche Betstübchen" (Patronatsloge, heute Gemeinderaum), dessen Frontseite noch Reste einstiger Wappenumrandungen zeigt. Unter der Sakristei liegt die derzeit unzugängliche Gruft der Patronatsherrschaft des Waldaer Rittergutes.
Verloren gegangen sind die bemerkenswerten Bemalungen von Decke und Emporen.

Erhalten hat sich dagegen ein Flügelaltar, unter Einbeziehung einer spätgotischen Schnitzarbeit aus dem 16. Jh. ergänzt durch einen bebilderten Renaissanceaufsatz (um 1637) und einen mittig angeordneten Aufsatz von 1683, die Auferstehung Christi darstellend. Ein Ziborium in der Sakristei (eine Wandnische zur Aufbewahrung des Abendmahls in vorreformatorischer Zeit) verweist auf die frühe Entstehungszeit der Sakristei (möglicherweise vor 16. Jh.).