Unkersdorf

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"... ein nicht beträchtliches aber hübsches Dorf im Kreisamte Meißen...", so beschreibt "Sachsens Kirchengalerie" schon im Jahre 1837 den Kirchort Unkersdorf. Das ist heute immer noch erkennbar.

Die Kirche, die umgeben von einer Steinmauer in der Mitte des Dorfes steht und ein wenig höher als ihre nächste Umgebung gelegen ist, macht in der Nachmittagssonne einen äußerst gefälligen Eindruck, besonders, wenn man z.B. von den beiden anderen Kirchspiel-Dörfern, Steinbach und Roitzsch, oder vom "Steinhübel" (315 m über NN) kommend das Dorf wahrnimmt.

Die Kirche bestand schon in der Mitte des 14. Jahrhunderts und wurde mehrfach umgebaut. Nach Beschädigungen im Siebenjährigen Krieg wurde sie 1766 wieder instandgesetzt. Die immer schon kleine Kirchgemeinde hielt ihre Baulichkeiten gut in Ordnung.

Im Inneren der Kirche befinden sich zwei Seiten- und eine Orgelempore. Die Orgel der Firma Bruno Kircheisen wurde 1896 geweiht und 1998/99 generalüberholt. Bemerkenswert ist der Kanzelaltar mit einem Abendmahls-Gemälde von 1613. Die Ausstattung des Kircheninneren im Bauern-Barock-Stil macht einen der Größe und Art des Dorfes entsprechenden guten und harmonischen Eindruck.

Der Dachreiter auf der Westseite des Gebäudes birgt Uhr und Glocken, die nach wie vor mit Hand betätigt werden und sonntäglich zum Gottesdienst einladen.

Gottesdienste: sonntags 8.30 Uhr oder 10.00 Uhr