Tauscha

tauschaUnter dem heutigen Namen ist der Ort seit 1568 bekannt. Erwähnt bereits 1371 als "Tuß".

1540 wurde in der Chronik festgehalten: "Sack und Tausch, diese zwo Pfarren, weil sie einander nahe gelegen, sinsten auch geringes Einkhomens, sind sie zusammengeschlagen und soll die der Pfarher mit Predigen und Sacrament reichen allenthalben halten. ..nemlich einen Sonntag und den anderen die früpredigt und Commun halten. "

Die Kirche wurde um 1650 erbaut. Sie hat einen schlichten, flachgedeckten Saal mit Emporen von 1746 an Süd- und Westseite, eingezogener Chor. 1896 wurde sie restauriert.

Der Prägung nach wurde die größere der 2 Kirchenglocken 1665, die kleinere 1674 gegossen. Der Altar von Johann Joachim Kändler ist 1745 erbaut worden.

Eine Schenkung von Johann George von Wichmannshausen, der Erb-, Lehn- und Gerichtsherr zu Tauscha. Dieser wurde 1750 in der Kirche, nahe am Altar, beigesetzt.

Das Altarbild stellt die Auferstehung Christi dar. Zum Altar gehörten ein Cruzifix aus Porzellan, 2 Blumenvasen aus Porzellan, 2 große zinnerne Leuchter (1745) und 2 Holzstatuen (Liebe und Hoffnung). Der Kelch stammt aus 1685. Der Taufstein, der früher aus Stein war, ist 1791 durch einen hölzernen ersetzt worden. An der Decke der Kirche hängt eine alte Votivtafel mit dem goldenen Schriftzug: "wir werden aus Gnaden gerecht ohne Verdienst durch die Erlösung, so durch Christum Jesum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut. Röm. 3", darunter die Jahreszahl 1650.

Zur Erinnerung an den 31. Oktober 1839, an dem das Andenken an die Einführung der Reformation festlich gefeiert wurde, schenkte der damalige Erb- und Lehnsherr der Kirche eine Hostiendose aus Neusilber, in der sein Name und Schenkungsdatum graviert war. Heute gehört Tauscha der Gemeinde Dobra/Würschnitz -Tauscha/Sacka an.