Taubenheim

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Im schön geformten Dachreiter (1625/26) der Taubenheimer Kirche schlägt noch heute die alte mechanische Turmuhr, die aus der Zeit vor 1787 stammt. Ein Kämpferstein im Rundbogen wird in das 13. Jahrhundert datiert. Das Zellengewölbe des Altarraumes wurde um 1515 erbaut. Vermutlich hat ein Schüler des Arnold von Westfalen (Baumeister der Albrechtsburg Meißen) daran mitgewirkt.

Der Taufstein, die Kanzel und der Altar sind von Hans Köhler dem Älteren aus Meißen mit großer Kunstfertigkeit um 1600 in Sandstein gearbeitet worden. Interessant ist zum Beispiel die Darstellung der Sintflutgeschichte (1. Mose 6-9) in einem einzigen Bild am Taufstein. Alle Sandsteinreliefs sind farbig gefaßt. Mitglieder der Kirchgemeinde Taubenheim stifteten in der Zeit nach 1650 die Kassettendecke, die von dem Maler Jonas Eiwigk aus Pirna gemalt wurde. Kassettendecke, Taufstein, Kanzel und Altar wurden in der Zeit seit 1992 konserviert bzw. restauriert.

Bei aller Schönheit ist die Kirche Taubenheim aber immer für die Kirchgemeinde und nicht als Prunkbau oder Museum gebaut und verändert worden. Auch in unserer Zeit treffen sich hier Christen und feiern Gottesdienst.

Besichtigungen: nach telefonischer Vereinbarung mit dem Pfarramt Burkhardswalde möglich
Gottesdienste: sonntags 8.45 oder 10.00 Uhr im Wechsel mit Tanneberg und Burkhardswalde