St.-Afra-Kirche Meißen

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Der Vorgängerbau dieser Kirche ist wahrscheinlich bei Thietmar von Merseburg als "Kirche vor dem Burgberg gelegen" 984 erwähnt. Grabungen sind bis in die alte Krypta vorgedrungen. 1205 wurde das Augustiner-Chorherrenstift St. Afra gegründet, das mit St. Afra als erster sächsischer Pfarrkirche das Umland geistlich und geistig versorgte.
Seit 1200 wurde auf dem schon 30 m langen Kirchenbau die spätromanische Basilika errichtet, die heute noch in ihrer spiriruellen Klarheit erlebbar ist. Die ursprüngliche Balkendecke wurde 1470 durch ein gotisches Gewölbe ersetzt.

Nach Auflösung des Klosters blieb die St. Afra-Kirche geistiges Zentrum - mit der Gründung der Fürstenschule kam ihr neue Bedeutung zu. Das sächsische Geschlecht derer von Schleinitzhat die Afrakirche über Jahrhunderte als Grablage genutzt; so sind in der Schleinitzkapelle Epitaphien aus Gotik und Renaissance in reicher Ausstattung zu finden.

Der große Schnitzaltar von Valentin Otte bringt mit sieben Christusdarstellungen ein evangelisches Schwergewicht in den weiten, hallreichen Kirchenraum.

Seit Februar 1999 bilden die Gemeinden St. Afra-, Frauen- und Lutherkirche eine gemeinsame Kirchgemeinde.

Seit 2003 ist der Zugang zum Kreuzgang und damit zur Evangelischen Akademie, Pastoralkolleg und Landesgymnasium wieder offen.

Besichtigungen: In den Sommermonaten wird die Kirche nach Möglichkeit offen gehalten.
Gottesdienste: In der Regel fast jede Wochen um 10.00 Uhr