Schönfeld

schoenfeldEin schönes Dorf inmitten einer schönen Umgebung ist Schönfeld! 13 km östlich von Großenhain an der Bundesstraße 98, zwei Kilometer westlich von der Autobahnabfahrt Thiendorf, liegt das 1000 Einwohner zählende im Kern von bäuerlicher Kultur geprägte Straßendorf.

Das nur etwa 100 m abseits von der Bundesstraße gelegene Neorenaissanceschloss mit dem botanisch interessanten Schlosspark und den beiden darin idyllisch liegenden Teichen gibt dem Dorf seinen besonderen Reiz. Trotz der Wirren in der unmittelbaren Nachkriegszeit hat sich der gesamte Gebäudekomplex unverändert erhalten. Neben vier weiteren Teichen im Dorf ist der Dammühlenteich mit den angrenzenden Feuchtgebieten und den Kiefernwäldern der Kienheide bei Naturfreunden sehr geschätzt. Wer auf das in einer Senke liegende Dorf zufährt, nimmt die schlanke Spitze eines Turmes wahr, die über einen üppigen Baumbestand herausragt. Dies ist nicht die Spitze des Kirchturmes sondern des Schlossturmes.

Die Kirche liegt etwas versteckt 50 m von der Hauptstraße entfernt ganz in der Nähe des Schlosskomplexes. Sie ist ein schlichter rechteckiger Bau, ihr heller, gelber Außenputz (2001 fertiggestellt) vermittelt einen freundlichen Eindruck.
Im Inneren ist durch den Umbau 1957/58 ein lichtdurchfluteter Altarraum entstanden. Die drei 1961 vom Dresdener Künstler Dietrich entworfenen, in Schichtglastechnik gestalteten Buntglasfenster zeigen ein für Kirchen sehr ungewöhnliches Thema - die Kreuztragung und Grablegung Christi, in der Mitte erhebt der Auferstandene segnend der Gemeinde gegenüber die Hände. So erinnern die Fenster daran, dass Leid und Tod unser Leben überschatten kann, wir aber auch darin mit der segnenden Kraft Christi rechnen dürfen.
Als Besonderheit darf der barocke Taufengel angesehen werden. Als Sinnbild der Gnade, die Gott in der Taufe den Menschen entgegenbringt, hält er die Taufschale von 1710 in den ausgestreckten Armen. Vom innenarchitektonischen Konzept her gesehen bildet er das räumliche Gegenüber zur freistehenden Kanzel.
Die wertvolle, mit einem warmen, weichen Klang ausgezeichnete Orgel wurde 1878 von dem wenig bekannten Orgelbaumeister Stöckel aus Dippoldiswalde geschaffen (1997 restauriert). Der Turm der Kirche wurde erst 1769 erbaut. Zwei der vier Glocken sind wertvolle Bronzeglocken vom Ende des 15. Jahrhunderts. Es ist anzunehmen, dass mit der Besiedelung dieser Landschaft im 12. Jahrhundert auch eine erste Kirche an dieser Stelle entstand. Bereits 1219 wird ein Pfarrer in Schönfeld erwähnt. 


                                                                Disposition der Stöckel-Orgel in Schönfeld