Rothschönberg

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Rothschönberg gilt als Stammsitz des weitverbreiteten Adelsgeschlechts derer von Schönberg, die als Gönner und Förderer der Kirche bis 1871 auch das Patronatsrecht besaßen. So wurde der Altar der Kirche zum Gedächtnis des 1622 verstorbenen Hans Dietrich von Schönberg gestiftet. In der Kirche sind außerdem mehrere, künstlerisch wertvolle Grabdenkmäler für Mitglieder dieser Familie zu sehen.

1828 war die Kirche so baufällig, daß man sie abreißen mußte. An ihrer Stelle entstand die heutige Kirche im klassizistischen Stil, die am 2. Advent 1829 feierlich eingeweiht wurde. Dabei wurde auch ein neuer Taufstein angeschafft. Den alten Taufstein stellte man in den Innenhof des Schlosses, wo er noch heute zu besichtigen ist.

1883 wurde der Kirchturm erneuert und erhöht, auch die 3 Glocken stammen aus dieser Zeit. 1907 wurde die Kirche innen und außen vollständig erneuert und erhielt eine neue Orgel.

Nach dem 2. Weltkrieg blieb der Kirche nur noch eine Glocke. Das Gebäude selbst schien dem Verfall preisgegeben und mußte 1964 für Jahre baupolizeilich gesperrt werden. Seitdem bemüht sich die Kirchgemeinde trotz knapper Finanzen mit großem Einsatz um die Erhaltung und innere Erneuerung ihrer Kirche, in der nun seit Jahren wieder Gottesdienste stattfinden können. Eine Teilrenovierung und Notfestigung des gesamten Renaissancealtars in den Jahren 1997/99 trugen maßgeblich zur Werterhaltung der Kirche bei. 1999 wurde unter der Orgelempore ein Gemeindezentrum eingebaut.

Gottesdienste: sonntags 8.30 oder 10.00 Uhr im Wechsel