Reinsberg

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Malerisch gelegen, hoch über dem rechten Ufer der Bobritzsch, befindet sich der alte Ortskern von Reinsberg mit Kirche, Schloß, Schule und einem Kranz von Häusern. Bis ins 17. Jahrhundert sprechen die Kirchenbücher hier vom "Städtlein Reinsberg", das durchaus eine gewisse Bedeutung gehabt haben muß. Denn bis zur Reformationszeit gab es hier eine aus Klerikern und Laien bestehende "Kalands"-Bruderschaft, die sich um das Seelenheil und die Armenpflege bemühte. Ihr Bethaus wurde im 30jährigen Krieg arg mitgenommen, so daß es später abgerissen werden mußte. Auf den Grundmauern entstand in den Jahren 1771-73 das jetzige Gotteshaus.

Im Inneren höchst einfach aber ansprechend gestaltet, fesseln die Rokokoschnitzereien am Altar und die bunten Wappen der herrschaftlichen Betstube den Blick des Betrachters. Der Klang der 1833 vom Grünhainer Meister Steinmüller erbauten Orgel hat schon manchen Gottesdienstbesucher begeistert.

So geht von diesem Bauwerk eine ganz eigene Stimmung aus, die von einem Besucher zu Beginn des Jahrhunderts so beschrieben wurde: "Solch alte Kirche ist immer ein Stück Dorfgeschichte. Geschlechter sind hier ein- und ausgegangen. Ihre Füße haben die Steinfliesen ausgetreten, ihre schwieligen Hände das Gestühl abgegriffen. Wieviel Augen haben nicht in trüben wie in frohen Tagen auf dem Bilde des Gekreuzigten geruht, wieviel Ohren den alten Chorälen gelauscht ..."

Besichtigungen: Die Kirche ist täglich geöffnet.
Gottesdienste: alle 14 Tage, im Wechsel zwischen 8.45 Uhr und 10.15 Uhr