Reinersdorf

reinersdorfDie Reinersdorfer Kirche wurde zwischen 1540 und 1550 auf Betreiben eines Herrn Georg von Kommerstädt, der das Rittergut Kalkreuth besaß, erbaut. Da aber in der Meißner Bischofsmatrikel 1495 eine Kirche in Reinersdorf erwähnt wird, hat es an dieser Stelle offensichtlich schon eine ältere (vermutlich kleinere) Kirche gegeben.

Der schlichte Kanzelaltar mit seiner Inschrift VERBUM DOMINI MANET IN AETERNUM ("Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit") wurde um das Jahr 1730 erbaut.

Ursprünglich besaß die Kirche eine steinerne Kanzel, welche die Schwiegertochter jenes Herrn von Kommerstädt der Kirche gestiftet hatte. Von dieser Kanzel ist jedoch nur eine Steintafel erhalten, auf der eine kniende Frau unter dem Kreuz dargestellt ist.

Der schöne Taufstein aus Sandstein stammt aus dem Jahr 1565. Er wird von zwei Inschriften geschmückt. Die Inschrift auf der zur Gemeinde gewandten Seite enthält den Taufbefehl (Mt. 28, 18-20). Die zweite Inschrift verweist auf die Stifterin, die Witwe des schon erwähnten Herrn von Kommerstädt.

Im Zuge der großen Renovierung 1904 wurde das Aussehen des Kirchenraumes stark verändert. Damals wurden die Emporen eingebaut. Die farbigen Glasfenster links und rechts neben dem Altar, die Mose mit den Gesetzestafeln und Christus mit dem Evangelienbuch zeigen, wurden ebenfalls 1904 von der Firma Schulze & Stokinger geschaffen. Auch die Deckenmalerei, eine symbolische Darstellung der Dreifaltigkeit, und der hölzerne Taufsteindeckel des Großenhainer Holzbildhauers A. Holland stammen aus jener Zeit.



                                   Disposition der Jehmlich-Orgel in Reinersdorf