Peritz

peritzVermutlich wurde hier im 11. oder 12. Jahrhundert auf dem Platz einer zerstörten heidnischen Kultstätte zuerst eine kleine Kirche gebaut.

1266 werden Pfarrer und Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt.
1495 wird die Kirche in der Meißner Bischofsmatrikel genannt. Vermutlich 1540 wurde in Peritz die Reformation eingeführt. 1648 war Peritz "wüste bis auf die Schenke".

In der Folgezeit wird die Kirche wiedererrichtet, vermutlich zunächst nur Chorraum und Kirchenschiff, 1710 entsteht eine Eingangshalle an der Südseite. 1756 entstand der Turm als Dachreiter .
Die Kirche liegt abseits vom Dorf, vom Kirchhof im Vieleck umgeben. Sie besteht aus fast geviertförmigem Schiff und geviertförmigem Chor. Beim Umbau 1866 ist der Ostwand eine Sakristei vorgebaut worden.
Der Altartisch ist aus Stein. Der Triumphbogen ist als Korbbogen gebildet. Daran befand sich früher eine hölzerne Kanzel mit Schalldeckel. Jetzt befindet sich die Kanzel über dem Altar .
Der Fußboden ist aus Ziegelsteinen gemauert. Die Wände der Kirche verjüngen sich nach oben.
Der den Singechor tragende Unterzug ist profiliert und hat Schiffchen. Man erkennt noch das Zapfenloch der Mittelsäule, die bei der Verlegung des Eingangs beseitigt wurde, ebenso den Ansatz der neuen Empore auf der Südseite. Der am Westgiebel sitzende achteckige Dachreiter ist mit einem Zeltdach abgeschlossen. Auf dem Zeltdach des Dachreiters sitzt ein Kreuz. Den Chor zieren an der Ostseite links und rechts je ein Farbglasfenster. Die drei Glocken tragen die Inschrift "Ehre sei Gott in der Höhe" (große Glocke) "und Friede auf Erden" (mittlere Glocke) "und den Menschen ein Wohlgefallen".
Im Jahre 2000 begann die Kirchgemeinde mit umfangreichen Bauarbeiten am Dachstuhl. In der Planung ist die Erneuerung des Dachreiters.