Obergruna

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Bereits 1346 soll eine Kirche in Obergruna gestanden haben. Im Jahre 1686 vernichtete ein Brand im Dorf nicht nur Schule und Pfarre, sondern auch die Kirche mit sämtlichen Kirchenbüchern. Noch im selben Jahr errichtete man eine neue Kirche, die 1687 geweiht wurde.

Als 1833 ein gewaltiger Sturm die Kirche beschädigte, wurde sie umgebaut und 1834 vergrößert. Dabei erhielt die Kirche einen Kanzelaltar. Der stark beschädigte Flügelaltar, der aus dem Kloster Alt-Zella stammte, wurde aus der Kirche ausgebaut und dem Altertumsverein in Dresden geliehen. Leider haben die wertvollen Altarfiguren den Bombenangriff auf Dresden 1945 nicht überstanden.

Der achteckige Taufstein im gotischen Stil wurde 1863 von Prof. Arnold aus Dresden geschaffen. 1910 fand eine Innenrenovierung nach den Plänen von Kirchenbaumeister Woldemar Kandler statt. 1973 wurde die von Hoforgelbauer Jahn zu Anfang des Jahrhunderts gebaute Orgel durch eine gebrauchte Orgel aus Riesa-Weida ersetzt.

Der äußere Zustand der Kirche hatte sich unterdessen so verschlechtert, daß eine Schließung nicht mehr aufzuhalten war. Fast 15 Jahre vergingen, ehe am 7.10.1988 das Turmgerüst gestellt werden konnte. So wurde, Stück für Stück, die "Außenhaut" der Kirche erneuert und 1991 mit dem Einbau eines Gemeindezentrums und der inneren Veränderung des Kirchenraumes begonnen. Im September 1992 fand die Weihe der Kirche statt. Nun wird sie wieder für Gottesdienste und Konzerte genutzt. Ein neues Kirchengestühl, die Restaurierung der Orgel, des Taufsteins 1997, sowie eines Geläutes zählen zu den neuesten Veränderungen.

Gottesdienste: alle 14 Tage sonntags 8.30 bzw. 10.00 Uhr