Oberebersbach

oberebersbach

Im Zuge einer umfangreichen Erneuerung in den Jahren 1995 -1999 wurde die Kirche zu einem Kleinod Sächsischer Dorfkirchen mit einer Raumgestaltung aus klassizistischer Zeit.

Bemerkenswert für den ostelbischen Raum ist aber zunächst das romanische Kirchenportal aus der Zeit um 1200 an der Südseite. Von den Kragsteinen die den Türsturz tragen, ist der linke mit einer Maske versehen, der rechte stellt eine Blindenheilung durch Christus dar.

Im Eingangsbereich des jetzigen Turmeinganges ist ein schöner Gedächtnisschrein zu sehen, den Werner Juza im Jahre 1958 zum Gedenken an die Toten des 2. Weltkrieges gemalt hat.

Das Kircheninnere mit den eingebauten Emporen wird durch eine helle und farbenfrohe Band- und Schablonenmalerei aus dem Jahre 1841 bestimmt. Damals verlängerte man das Kirchenschiff um 12 Ellen, wobei die ursprüngliche Ausstattung mit einem geschnitzten Flügelaltar aus der Zeit um 1500 keine Verwendung mehr fand.

Als Dauerleihgabe an das Museum für Sächsische Altertümer in Dresden wurde der Altar bei dem barbarischen Bombenangriff am 13. Februar 1945 ein Raub der Flammen. Ein Altarflügel mit den beidseitigen Bildnissen vom Evangelisten Johannes und der Maria am Betpult blieb jedoch in Oberebersbach erhalten. Nach umfassender Restaurierung wurde der Altarflügel an der Nordseite der Kirche angebracht, während auf der Südseite die beiden barocken Holzskulpturen des Evangelisten Johannes und des Apostel Paulus zu sehen sind.

Der schön gearbeitete Taufstein aus Marmor wurde im Jahre 1908 auf dem Altarplatz aufgestellt. Blickfang im Altarraum ist der große vergoldete Kronleuchter aus dem Jahre 1887.

Die jetzige Orgel wurde im Jahre 1916 gefertigt und zeigt an ihrem Prospekt die Fassung einer Holzmalung, wie sie in den Jahren 1887 bis 1996 für den gesamten Kirchenraum bestimmend war.

Wie auch in Niederebersbach wurde der Kirchhof als christliche Begräbnisstätte in den letzten Jahren neu gestaltet und die dazugehörigen Kirchhofmauern durch eine ABMaßnahme vollständig saniert.



                                                               Disposition der Orgel zu Oberebersbach