Oberau

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Wer mit dem Zug von Berlin oder Leipzig nach Dresden fährt, wird im Meißner Land von einer Dorfkirche im freundlichen Ocker gegrüßt - der "St.-Katharinen-Kirche" in Oberau. Zuvor soll an ihrer Stelle eine kleine Marienkapelle gestanden haben, die 1680 abgerissen wurde. Schon nach einem Jahr Bauzeit wurde die neue Kirche eingeweiht.

Die beim Bau des Oberauer Tunnels eingesetzten Freiberger Bergleute durften 1837-39 die Kirche zu Andachten nutzen. Zum Dank schenkten sie einen roten Altarbehang, auf dem das sächsische Wappen, der Bergmannsgruß "Glück auf" und die Jahreszahl 1838 eingestickt sind. 1979/80 wurde die Kirche renoviert. Das große Altarbild "Die Verklärung Jesu", eine gute Kopie eines Raphael-Gemäldes von 1840, erhielt einen neuen Platz; so wurde der Blick frei auf die Barockkanzel von 1774. Sie und der aus der gleichen Zeit stammende wertvolle Taufstein mit Zinnbecken wurden wieder in den ursprünglichen Zustand ("Dresdner Barock") versetzt.

In der beheizbaren (ehemals herrschaftlichen) Betstube treffen sich die Rentner, im Winter finden hier die Gottesdienste statt. Seit 1995 ist das wertvolle Bronzegeläut wieder komplett. Die drei Glocken und ihre Schwestern in Niederau wollen mit ihrem Klang unseren Weg durch die Zeit, durch gute und schwere Tage und Stunden begleiten.

Besichtigungen:nach Vereinbarung mit dem Pfarramt, oder über Ute Fogarascher, 01689 Niederau, Tel.: 03 52 43 / 3 28 60 (bzw. Pfr. Scherzer Tel.: 03 52 43 / 3 62 90)
Gottesdienste:alle 14 Tage sonntags 9 oder 10 Uhr