Nikolaikirche Meißen

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Man findet sie nicht gleich, die kleine Kirche am Ufer der Triebisch. Sie versteckt sich im Grün am Abzweig der Wilsdruffer Straße vom Neumarkt.

Wer sie betritt, staunt: Sie gehört zu den ältesten Gebäuden Meißens. In ihr finden sich noch romanische Wandmalereien. Im Wechsel der Zeiten hat sie sich gewandelt:

Ursprünglich war sie Gemeindekirche für die umliegenden Fischerdörfer. Später wurde sie Friedhofskapelle. Seit 1929 ist sie Gedenkstätte für die Toten des ersten Weltkrieges. Paul Emil Börner hat die Erinnerung an die Gefallenen und die Trauer der Familien in einmaliger Weise in Meißner Porzellan gestaltet. Die weltgrößten Figuren aus Meißner Porzellan sind hier zu finden. Der Flügelaltar von Börner aber (s. Abbildung) kündet in Trauer und Leid die Hoffnung. Der auferstandene Christus hebt seine segnenden Hände über alle - auch die Besucher.

Seit den 90er Jahren bemüht sich die Gemeinde, den bisher unge-nannten Opfern des zweiten Weltkrieges eine Erinnerungsstätte zu schaffen. In einem Gedenkbuch werden ihre Namen festgehalten. So soll dem Vergessen gewehrt werden.

Besichtigungen: Die Kirche ist nach Absprache mit dem Pfarramt zu besichtigen