Neckanitz

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Nach der Christianisierung gehörte Neckanitz unter das Kloster zu Staucha und später bis zur Reformation 1539 unter das Benediktinernonnenkloster zu Döbeln.

Wahrscheinlich wurde in den 60er Jahren des 12. Jahrhunderts hier ein Gotteshaus erbaut. Sicherlich war es ein schlichter Holzbau mit Schindelbedachung. Erst bei der Erneuerung von 1694, bei der nur der Mauerrest der alten Kirche stehen blieb, wurden aus dem Dachstuhl der Turm gebaut und die Glocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert aufgehängt. 1697 wurden die Emporen eingebaut.

Eine umfassende Erneuerung des Inneren der Kirche wurde im Jahre 1857 vorgenommen. So wurden die Sakristei und die Kanzel von der Nordseite an die Ostseite verlegt. Es entstand einer der ersten neugotischen Kanzelaltäre in Sachsen. Die Orgel befindet sich in gleicher Höhe wie die erste Empore und ist von Orgelbaumeister Urban Kreuzbach aus Borna eingebaut worden.

Seit dem Jahre 1751 befindet sich im Turm das von Michael Finsterbusch eingebaute Uhrwerk. Die Strukturreform im Kirchenbezirk Meißen hat für die bisher eigenständigen Gemeinden Lommatzsch und Neckanitz eine Veränderung gebracht. Seit dem Jahre 1999 sind diese beiden Gemeinden zur Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Lommatzsch-Neckanitz vereinigt worden.

Gottesdienste: In der Regel einmal im Monat, sonnatgs 14.00 Uhr oder zu besonderen Anlässen