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Auf der B 173 von Dresden in Richtung Freiberg ist der markante Turm der Kirche schon von ferne zu erkennen. Die Vorgängerkirche von 1562 wurde 1723-1725 in der Längsachse erweitert und bekam ihre heutige Gestalt auch im Inneren durch Ratszimmermeister George Bähr, noch bevor er 1726 in Dresden den Grundstein der Frauenkirche legte.

Namenspatronin ist Katharina von Alexandria, aus edlem Geschlecht und ausgezeichnet durch ihre Schönheit und hohe Bildung, die am 25. November 307 als Märtyrerin gerädert und enthauptet wurde. Ihre Darstellung, das Werk eines unbekannten Künstlers des Mittelalters für einen der ehemaligen Flügelaltäre, wurde 1996 wieder aufgestellt und lädt - trotz aller Blessuren und ohne das Rad als das ihr eigene Märtyrerzeichen - wieder ein zum Nachdenken und zur Dankbarkeit vor Gott.

Der am Eingang der Kirche als offene Halle ausgebildete Vorbau wurde erforderlich, um die bis heute unveränderte, 1878 von Hermann Eule aus Bautzen als opus 7 erbaute Kegellagerorgel aufzunehmen.

Darüber hinaus finden sich in der Kirche Zeugnisse der Schlacht zu Kesselsdorf am 15. Dezember 1745, mit der das Ende des 2. Schlesischen Krieges besiegelt war: Das hölzerne Grabschild (Epitaph) für einen nach schwerer Verwundung im Pfarrhaus verstorbenen Obristen sowie eine Kompaniefahne aus dem 30jährigen Krieg. Auf dieser befinden sich Kranich und Totenschädel (als Symbole der Wachsamkeit und der Treue) mit der Unterschrift: "Haltet gut Wacht, das End betracht", was auch für den Menschen heute nachdenkenswert bleibt.

Gottesdienste:sonntags 9.30 Uhr