Hirschfeld

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Die Kirche zu Hirschfeld wird erstmalig 1214 erwähnt. 1582 wurde sie erweitert. Aus dieser Zeit stammt die gotische Sterngewölbedecke, ein besonders eindrucksvolles Detail des Innenraumes. Das Netz ist sehr dicht und unregelmäßig gemauert. 0ffenbar beherrschte der Meister die gotischen Formen nicht ganz.

Die Kirche besteht aus einem kurzen Schiff, dessen Gewölbe sich auf einen Mittelpfeiler stützt, und einem schmäleren Chor, an den sich gegen Norden ein querschiffartiger Anbau anschließt. Der Turm ist nahe dem Westgiebel als Dachreiter ausgebildet. Er wurde 1778 und 1860 erneuert. Innenerneuerungen fanden 1888 und 1984-1986 statt.

Die mittlere Nische des Altaraufbaues wird von je drei Säulen flankiert. Er wurde 1888 umgestaltet und zeigt jetzt eine geschnitzte Kreuzigungsgruppe. Der vom Ende des 16. Jahrhunderts stammende Taufstein besteht aus Sandstein. Der walzenförmige Schaft ist mit kleinen Nischen und Blumenfüllungen verziert. Über dem kranzartigen Knauf schmückt ein Rankenfries die halbeiförmige Kuppa, die mit Blumen und Engelsköpfen verziert ist. Die wertvolle Orgel hat Orgelbaumeister Jahn aus Dresden 1864 aufgestellt.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird angenommen, daß Katharina von Bora - Luthers Ehefrau - in der Kirche zu Hirschfeld getauft wurde.

Besichtigungen: nach Absprache mit dem Pfarramt Siebenlehn oder im Pfarrhaus Hirschfeld, Tel 035242/68482
Gottesdienste: alle 14 Tage sonntags 8.30 oder 10.00 Uhr