Heyda

heydaHeyda, ein Dorf auf der linken Seite der EIbe, l/2 Stunde südlich von Riesa entfernt gelegen und schriftsässig zu dem Rittergut Riesa gehörig.
Es hat eine Filialkirche von Leutewitz, und die Einwohner besitzen 20 Hufen. (aus einer Ortsbeschreibung um 1830) .

1214 gehört der Ort dem Kloster Riesa; der Meißner Propst hat den Decem [Zehn ] und 1233 werden die Kirche zu der auch 2 hf.[Hufen] gehören und eine "taberna", das Schenkgut, erstmalig erwähnt.

Seit 1555 hat Heyda mit Kobeln die Filialc [Tochter] von Leutewitz. Zur Kirche gehört "ein Garten doselbst, darauf etwan die Pfarre gestanden".

1740 erhält die Kirche eine neuen Orgel von der Fa. Zöllner in Hubertusburg.

1798 wurde der früher auf der Mitte der Kirche stehende Turm an der Abendseite aufgebaut.

1842 wechselt die Kirche Heyda von der Ephorie Oschatz zur Ephorie Hayn (Großenhain).

1862 wird die seit 1647 existierende Kirche durch einen Neubau ersetzt, dabei wurden die Emporen verlängert und die Kanzel in den Altar eingebaut.

Bei Bauarbeiten stürzte am 21. August 1901 der Kirchturm ein. Dieser wurde sofort wieder aufgebaut, und gleichzeitig die Treppenhäuser und der Altar verändert. 1995 erfolgt die Renovierung des Turmes (Turmkuppel, Zwiebel und Turmknauf) und des Tympanon [Eingangsportal]. Die Flasche, die eine auf Holz eingeritzte Namensliste der Turmbauer von 1902 enthält, wird auch wieder mit in den Turmknauf hineingegeben.
Der zu Heyda gepfarrte Ort ist Kobeln.


Disposition der Orgel Heyda