Glaubitz

glaubitzWenn man in den Ort Glaubitz fährt, ist die Kirche nicht gleich zu sehen. Sie liegt hinter dem Seeberg, im Tal eines ehemaligen Elbearmes. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche (ohne den Turm) im Jahr 1589.
Es ist eine im Bau einfach gehaltene Kirche der nachreformatorischen Zeit.

Das besondere der Kirche ist das schöne Netzgewölbe.

Schon beim Bau wurden die Ziegelstein-Rippen als Sandstein grau nachgemalt. Die Wände sind weiß getüncht worden, und über zwei Fenstern im Mittelschiff sind bei der letzten Renovierung Inschriften entdeckt worden. Es sind Bibelworte, die den Bauverantwortlichen anscheinend wichtig waren. Eines davon ist die Einladung Jesu: "Kompt her zu mier Alle die Ihr mühselig und beladen seid. Ich wiel Euch erquicken" Matth.ll,28. Über dem Triumphbogen steht als Inschrift eine Liedstrophe und das Versprechen Gottes: "An welchem Ort Ich meines Namens gedechtniis stifften werde, da wiel Ich zu dier kommen und dich segnen." 2.Mose 20,24. Manch Gottesdienstbesucher hat da die Wahrheit des Wortes Gottes erfahren.

Die Kirche ist im Laufe der Zeit immer wieder erneuert und verändert worden. So erhielt sie 1741 den heutigen Turm mit seiner wallonischen Haube, ein Zeichen der lebensfrohen Barockzeit. Im Jahr 1893 wurde im Zuge einer großen Renovierung der Vorraum der Kirche, die beiden Treppentürme und die Sakristei mit der darüberliegenden Bienerthloge angebaut. So kommt der Grundriss, der ursprünglich in Kreuzform gebaut wurde, nicht mehr zur Geltung. Doch zum Zeichen, dass Jesus Christus die Mitte der Kirchgemeinde ist, steht das Kruzifix auf dem Altartisch. Es ist von den drei Emporen und aus den beiden Seitenschiffen gut zu sehen. Der Mittelgang ist darauf ausgerichtet. Um das Kreuz versammelt sich die Gemeinde einmal im Monat zum Heiligen Abendmahl. Da werden Gemeindeglieder und die es wünschen in Jesu Namen gesegnet. Ohne die Menschen wäre die Kirche nur halb so schön. Gott will da wohnen, wo Menschen sich zu seiner Gemeinde versammeln, ihn anbeten, ihm Lob- und Danklieder singen, sein Wort gerne hören und im Alltag umsetzen.

Orgel der Kirche Glaubitz