Dobra

dobraDer Name des Dorfes ist sorbenwendischen Ursprunges und wurde 1350 als "Dobern" urkundlich erwähnt.

1464 hieß das Dorf erstmalig Dobra. 1423 wurde das Kirchlehn als "Dominus Johannes de Dobraw presbiter" in den Büchern festgehalten. Das Rittergut Zschorna wurde 1555 eingepfarrt. Was die Geschichte Dobras betrifft, kann bis 1750 wenig berichtet werden.

Am 30. März 1750, Ostermontag, brach eine Feuersbrunst aus, die ein Halbhüfner beim Schießen auf Tauben auslöste. Kirche, Pfarre, Schule und 21 Wohnhäuser brannten ab. Die erst 1730 neuerbaute Orgel und 3 Glocken aus dem Katharinenkloster, das bei Zschorna gestanden haben soll, waren zu beklagen. Auch sämtliche Dokumente über die Chronik Dobras fielen dem Brand zum Opfer.

Die wiedererrichtete Kirche wurde am 26. November 1752 geweiht. Bis dahin fand der Gottesdienst im Schloss zu Zschorna statt, später dann im neuen Pfarrhaus.

Unter dem Schiff der Kirche befindet sich das Erbbegräbnis der früheren Herrschaften mit den irdischen Überresten der Gräfin von Beichlingen, die zum Wiederaufbau der Kirche großzügige Spenden leistete. Sie war die Einzige die in der Gruft der Kirche begraben wurde.
Leider wurde die Kirche immer wieder von Dieben heimgesucht, was zu erheblichen Verlusten geführt hat.


Disposition Schröter-Orgel Dobra