Deutschenbora

deutschenbora01

Im Jahre 1334 wird das Dorf Deutschenbora zum ersten Mal urkundlich genannt. Wahrscheinlich hatte es von Anfang an eine eigene Kirche, wenn auch erst eine Urkunde von 1428 von einem Pfarrer in "Deuczinböre" berichtet.

Die Kirche wurde im Jahr 1698 von Grund auf erneuert und auf den spätmittelalterlichen Fundamenten der 33 m hohe Kirchturm erbaut. Der Sims, der in 1,20 m Höhe den Turmsockel umzieht, stammt noch aus der Zeit um 1500. Etwa von 1700 bis 1708 wurde ein neues Kirchenschiff errichtet und 1739 noch um etwa 4,5 m nach Osten verlängert.

Bei dem Bau der Kirche, wie auch bei den vollständigen Innen- und Außenerneuerungen in den Jahren 1856 und 1914, blieben auch andere Zeugnisse aus älterer Zeit erhalten: Die erste Tafel des Geschlechterzugs, der sich an der Brüstung der Südempore befindet und auf dem auch die Großmutter der Katharina von Bora, der Ehefrau Martin Luthers, zu sehen ist, entstand 1556, die beiden anderen Tafeln kamen 1667-1700 dazu; die noch heute vorhandene älteste der drei Glocken wurde bereits 1561 in Freiberg gegossen; der Taufstein im Renaissancestil stammt aus dem Jahr 1562. Und als die Kirche 1914 eine neue Orgel aus der Werkstatt von Hermann Eule aus Bautzen erhielt, wurde sie hinter den alten Orgelprospekt der 1740 von Orgelbauer Hähnel aus Meißen gelieferten Orgel eingebaut.

So finden in der Kirche, deren Dachstuhl 1998 saniert wurde, nicht nur Gottesdienste und zahlreiche Konzerte statt; sie lädt auch zu Entdeckungen ein, z.B. auf den Spuren der Katharina von Bora.

Gottesdienste:sonntags 8.30 oder 10.00 Uhr im Wechsel