Constappel

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Kennen Sie Nikolaus? Ihm wurden vornehmlich an Handelsstraßen Kapellen oder Kirchen geweiht, denn von den Wanderern und Kaufleuten wurde er als Schutzheiliger angerufen. So war die Kirche in Constappel wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert Wallfahrtskirche. Der alte Handelsweg von Meißen nach Dresden führte nicht an der Elbe, sondern auf der Höhe entlang. Dort im wildromantischen Saubachtal, mit Blick auf die Elbe, entstand vor mehr als 900 Jahren eine Kapelle, später eine Kirche.

Zwischen 1882 und 1885 wurde sie im neo-romanischen Stil vollständig umgebaut und neugestaltet. Die Spitze des 33 m hohen Turmes trägt seit 1995 einen neuen Wetterhahn und Turmknopf.

Im Inneren der Kirche sind viele biblische Bezüge erkennbar: Bibelverse über den Türbögen und als umlaufende Schrift im Kirchenschiff; biblische Symbole an der Holzflachdecke. Die Altarfenster erzählen nicht nur von biblischen Geschichten und mit ihren Wappen von der Sympathie verschiedener Gönner - durch sie dringt auch ein beeindruckendes Morgenlicht ins Kircheninnere.

Die Ausstattung mit Altargemälden und Tafelbildern aus der Schule Lucas Cranachs d. J. geht nicht unwesentlich auf die Verbindung zwischen der Kirchgemeinde und dem Schloß Gauernitz zurück. Sie sind sonntäglich zum Gottesdienst zu besichtigen.

Die Kirche steht inmitten des sogenannten oberen Friedhofes, auf dem sich auch Grabsteine und Grabplatten von ehemaligen Schloßbewohnern befinden.

Gottesdienste: sonntags 8.30 Uhr oder 10.00 Uhr