Burkhardswalde

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So manches Geheimnis der 800jährigen Geschichte der Burkhardswalder Kirche ist bis heute ungeklärt.

Welche Funktion z.B. mag der nutzlose Wendeltreppenturm in der Nordostecke einmal gehabt haben? - Wer alles wird an der noch heute am mittleren Außenpfeiler sichtbaren Kette des Dorfprangers gestanden haben? - Warum geistert durch die Kunstführer hartnäckig die Rede von einer Wehrkirche in Burkhardswalde, was die spätgotische, immer unvollendet gebliebene Hallenkirche ja nun wirklich nicht ist?

Hat der Meißner Bildhauer Melchior Kuntze 1619 die innige Mariendarstellung auf dem Weihnachtsbild im Zentrum seines Kunstwerkes hineingemogelt in seinen Christusaltar? - aus Respekt vor der jahrhundertealten Wallfahrtstradition zum wundertätigen Burkhardswalder Marienbild? Was ist dran an der Behauptung, dass Luthers Ehefrau Katharina von Bora mit der rechts am Altar verewigten Patronin vom Munziger Rittergut verwandt ist? Wurde wirklich das Sakramentshäuschen vor der Zerstörung im Zuge der Reformation aus der Altzellaer Klosterkirche hierher gerettet? Warum hat der Fußboden des Kirchenschiffs mehrere Handbreit Schlagseite?

Wenn Sie all das näher erkunden wollen, können Sie sich gern an die Bewohner des Pfarrhauses unterhalb der Kirche wenden. Oder Sie haben Glück, und es ertönt gerade - handgeläutet wie eh und je - das schönste Geläut in weiter Umgebung. Dann treten Sie ein, die Kirche ist offen. Aber Achtung: nicht von den Läutejungs einschließen lassen!

Gottesdienste:sonntags 8.45 Uhr oder 10.00 Uhr im Wechsel mit Tanneberg und Taubenheim
Öffnungszeiten: täglich von 09.00 - 18.00 geöffnet