Brockwitz

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Die Dorfkirche von Brockwitz, die direkt an der nach Meißen führenden Hauptstraße steht, ist 1213 erstmals erwähnt. Mönche von St. Afra aus Meißen wirkten hier ca. 200 Jahre als Seelsorger.

1737 erhielt die Kirche ihre heutige barocke Gestalt, Farbgebung und Ausmalung. Der rechteckige Westturm der Kirche mit seinem Renaissancegiebel ragt weit in die herrliche Elblandschaft. 1972 wurde die Kirche außen, ab 1984 im Innern vorzüglich restauriert. Dafür hat die Gemeinde viel geopfert und sich sehr engagiert.

An der Kanzel wurde ein beeindruckender gemalter Vorhang von 1738 freigelegt. Die Loge ziert das Wappen der Herren von Miltitz, der einstigen Patrone. Die beiden Emporen mit ihrer illusionistischen Malerei verleihen der Saalkirche einen festlichen Charakter, der die Gottesdienste in ihrer Bedeutung unterstreicht.

Das Pfarrhaus liegt ca. 200 m entfernt. Am 15.10.1632 wurde es durch den Reiteroberst von Vitzthum, einem Haudegen des Dreißigjährigen Krieges, niedergebrannt. An seiner Stelle entstand 1768 das heutige Pfarrhaus als Barockbau mit einem schönen Schlußstein. Die vor dem Haus gelegene große Blumenanlage und der dahinterliegende weite Garten mit Wiesen und Bäumen laden die Gemeinde zu festlichen Stunden ein.