Bieberstein

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Oberhalb von Schloß und Rittergut thront auf dem Hügel, wie eine Glucke, die Biebersteiner Kirche. Es ist eine gute, altsächsische Dorfkirche. Ihre ältesten Bauteile stammen noch aus dem Mittelalter. In seiner Geschlossenheit macht der altehrwürdige Bau einen trutzigen Eindruck. Unzählige Stunden haben ehrenamtliche Mitarbeiter und Handwerker in den letzten Jahren geleistet und die Kirche außen wie innen wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt.

Im Inneren wird der Blick des Betrachters auf den Altar gelenkt, welcher "von dem hochedelgebornen Herrn Gotthelf Friedrich von Schönberg gestiftet und am heiligen Pfingstfest 1679 zur Ehre Gottes aufgerichtet und mit Gebet und göttlichem Wort eingeweyhet" wurde.

Eine weitere Besonderheit ist die 1743 erbaute Kanzel, die kunstvoll aus einem einzigen Lindenstamm gearbeitet ist. Aus dem Jahre 1580 stammt der Taufstein, der 1736 gründlich erneuert wurde. Die Farbgestaltung aus dieser Zeit ist noch sehr gut erhalten. Die Orgel, die seit dem Jahre 1831 regelmäßig im Gottesdienst erklingt, ist ein gut gelungenes Werk des Orgelbaumeisters Pfützner aus Meißen. Heute ist das Gotteshaus mit einer modernen Bankheizung ausgestattet, so dass sich die Gemeinde auch an kalten Tagen wohl fühlt.