Höhepunkte

Auf Elchpirsch in Schweden

60 Jugendliche aus den Kirchgemeinden Großenhain und Riesa begaben sich auf eine Sommerfreizeit nach Schweden

Großenhain. Mit Vorfreude und Mückenspray im Gepäck ging es 14. bis 23. Juli 2017 für diese große Gruppe von Schülern und Studenten mit dem Bus und der Fähre nach Kloten in Bergslagen. In dem kleinen Dorf 200km westlich von Stockholm bewohnten sie für eine Woche ein Freizeitheim mit drei typisch schwedischen Holzhäusern. Die Rüstzeit für Jugendliche ab 14 Jahren stand unter dem Thema: „ Perlen des Glaubens“. Mit Hilfe eines ökumenischen Perlenbandes, das ursprünglich von dem  schwedischen Bischof Martin Lönnebo für seine Gemeinde entwickelt wurde, beschäftigte sich die Gruppe mit Themen des Lebens und Glaubens. Die Teilnehmer musizierten, diskutierten und beteten gemeinsam, aber auch Ruhepausen luden ein, sich Zeit für Gelassenheit und gemeinsame Spiele zu nehmen. Die Unterkunft lag mitten in der Natur an Seen und Wäldern, unweit eines Nationalparks. So mangelte es nicht an abwechslungsreichen Ausflügen und Unternehmungen. Der Teamgeist wurde bei einer Paddeltour im Kajak erprobt, wobei sich die Jugendlichen bei einem aufziehenden Regenguss in einen kleinen Unterschlupf zwängten. Bei Wanderungen wurde zu Fuß die beeindruckende Landschaft erkundet und auch auf Islandpferden ging es im Galopp über die Heide. Jeden Abend hatten kleinere Gruppen die Möglichkeit mit dem schwedischen Hausverwalter „Toppe“ auf Elchpirsch zu gehen. Durch die ruhige Lage und die angrenzenden Waldgebiete ist die Wahrscheinlichkeit in Kloten im Sommer sehr hoch, die beeindruckenden Tiere in der Dämmerung zwischen 22.30 Uhr und 23.00 zu erspähen. Und tatsächlich war die Freude bei allen groß, als der erste Elch am Waldrand auftauchte. Durch einen Lockruf gelang es Toppe immer wieder, die schreckhaften Hirsche ein wenig anzulocken. Sogar eine Elchkuh mit ihrem Kalb traute sich vor dem Fahrzeug über die Straße. Ein weiteres Highlight der Woche war der Ausflug in die schwedische Hauptstadt Stockholm. Neben dem Vasamuseum oder dem Stadshuset, dem Rathaus der Stadt, erkundeten alle die Gamla Stan, die Altstadt, in kleinen Gruppen. Am Ende dieser ereignisreichen Tage konnten sich alle nur noch wundern, wie schnell die Zeit verflogen war. Nach einer langen Heimreise kamen am Sonntagmorgen alle Teilnehmer wieder wohlbehalten in Großenhain an. Dank der hervorragenden Organisation von Michael Bergk und Martin Schneider, dem Busfahrer Thomas Roick und Gottes Segen hatten alle eine aufregende und erlebnisreiche Woche erlebt und für viele steht fest, dass sie auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein möchten.

Marie-Luise Rohm