Bibelwort begleitet Christen

„Siehe dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“

Von Matthias Fischer

Dieses Bibelwort begleitet die Christen in der Adventszeit. Es kündigt die Geburt Jesu zu Weihnachten an. Gott kommt zu uns. Manchmal denken wir: Gott hat uns doch vergessen. Er lässt uns im Stich. Denn er tut nichts. So haben Menschen immer auch gedacht und empfunden. Und dann erlebt man immer wieder einmal: Gott kommt langsam, aber gewaltig. Gott hat es versprochen. Gott hat einen Bund gemacht. Einen Bund mit allen Menschen. Nach der Sintflut begann er mit Noah neu und der Regenbogen am Himmel war das Zeichen dafür. In der Taufe hat er diesen Bund mit uns bekräftigt. Gott hat heilsam in das Leben eingegriffen. Ich wünsche uns, dass wir daraus Geduld und Hoffnung nehmen können. Geduld - dass wir es aushalten zu warten. Warten darauf, dass Gott sagt. Jetzt. Jetzt ist der richtige Moment. Es ist wichtig, dass wir mit Gottes Hilfe die richtige Zeit für alles im Leben erkennen. Und dass wir warten voller Hoffnung: Gott wird uns nicht vergessen. Er hat uns nicht vergessen. Er wird kommen. Er wird handeln. Er wird heilsam eingreifen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das ist das eine. Gott kommt zu uns. Er will helfen. Gott ist ein Gerechter und ein Helfer. Wir brauchen Hilfe und Gerechtigkeit. Es bedeutet, dass Gott Mitgefühl mit uns hat. Er versteht menschliche Enttäuschung. Er versteht, wie es in uns aussieht, er fühlt unseren Schmerz. Gott ist uns gut. Das ist seine Gerechtigkeit.  Gott ist gnädig. Gott neigt sich uns zu. Das ist eine gute Nachricht. Auch zu Advent und Weihnachten bewegen uns nicht nur die guten Gedanken. Lasst uns froh und munter sein - dass will manchmal überhaupt nicht gelingen, weil uns zu oft die Angst regiert. Angst vor der Zukunft. Angst vor dem Alt werden. Angst vor anderen Menschen. Angst vor dem, wie andere über mich reden. Ich bin oft erschüttert von der negativen Macht der Angst. Angst macht uns unfrei. Und auch hier soll gelten, dass der helfende und gerechte Gott mir zur Seite steht. Er lässt es hell leuchten da wo wir im finsteren sitzen. Er will es hell machen, sein Licht leuchtet für uns. Dieses Licht ist Jesus. Das Kind in der Krippe. Das gibt uns Frieden. Und wo Menschen diesen Frieden in sich haben, da können sie auch Frieden miteinander haben. Aus der Höhe kommt sein Licht zu uns, es will uns auf den Weg des Friedens führen.

Matthias Fischer ist Pfarrer in der Kirchgemeinde Niederau